Kleidung: weniger ist mehr
Einfarbige, schlichte Oberteile funktionieren am besten. Schwarz, Weiß, Grautöne oder gedeckte Farben lenken nicht vom Gesicht ab. Auffällige Muster, große Logos oder sehr helle Farben ziehen den Blick vom Wesentlichen weg. Ähnliches gilt für Schmuck: dezent ist besser als auffällig. Wer sich in seinem Outfit wohlfühlt, sieht entspannter aus, und das ist am Ende wichtiger als jede Stilregel.
Make-up: authentisch statt perfekt
Ein dezenter, natürlicher Look funktioniert vor der Kamera besser als starkes Make-up. Nicht weil weniger schöner wäre, sondern weil die Kamera Schichten und Texturen anders wahrnimmt als das menschliche Auge. Ein sogenannter "No-Make-up-Look" lässt die echten Gesichtszüge und die Hautstruktur sichtbar, und genau das macht ein Porträt lebendig.
Haare: offen oder bewusst zurück
Offene, natürlich fallende Haare wirken auf Porträts meist am besten. Wer möchte, kann für einige Aufnahmen die Haare zurücknehmen. Ein lockerer Zopf oder ein Pferdeschwanz macht die Kieferpartie und den Hals sichtbar und gibt dem Gesicht mehr Raum im Bild.
Haltung: aufrecht, aber entspannt
Hängende Schultern signalisieren Unsicherheit, auch wenn man sich eigentlich wohlfühlt. Ein einfacher Trick: Schultern einmal bewusst nach oben ziehen, kurz halten, dann nach unten und leicht nach hinten fallen lassen. Das ergibt eine aufrechte, natürliche Haltung ohne steif zu wirken.
Wer komplett frontal zur Kamera steht, wirkt flach. Besser: den Körper um etwa 45 Grad zur Seite drehen, dann mit dem Kopf zurück zur Kamera schauen. Das erzeugt Tiefe und macht das Bild interessanter.
Kinn und Kiefer: der kleine Trick mit großer Wirkung
Das Kinn leicht nach vorne und unten in Richtung Kamera strecken, wie eine Schildkröte, die den Kopf herausstreckt. Das klingt seltsam, sieht aber gut aus: Es strafft die Halspartie und verhindert ein Doppelkinn. Einfach ausprobieren.
Ausdruck: Reset wenn nötig
Wenn der Blick starr wird oder das Lächeln aufgesetzt wirkt, einfach die Augen schließen, tief ausatmen, drei Sekunden warten, dann die Augen wieder öffnen und direkt in die Kamera schauen. Dieser kleine Reset entspannt die Gesichtsmuskulatur und gibt dem Blick wieder Leben.
Ein weiterer Trick für ein natürlicheres Lächeln: die Zungenspitze von innen leicht gegen den oberen Gaumen drücken, direkt hinter die Zähne. Das entspannt die Gesichtsmuskulatur und lässt ein leichtes Lächeln echter wirken.
Ankommen – der wichtigste Tipp
Wer gehetzt ankommt, sieht gehetzt aus. Komm etwas früher als nötig. Steh kurz rum, schau dich um, atme durch. Ein kurzes Gespräch mit der Fotografin oder dem Fotografen vor dem ersten Bild hilft mehr als jede Pose. Bei stadtbild#26 ist Zeit eingeplant, damit jede Person ankommen kann. Wir kümmern uns darum, dass du dich wohlfühlst, bevor die erste Aufnahme entsteht.
